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Das Ohr ist eines unserer wichtigsten Sinnesorgane!

das menschliche OhrUnser Ohr ist eines der wichtigsten Sinnesorgane die wir Menschen haben, mit ihm nehmen wir eine Vielzahl von Umwelteinflüssen wahr. Dabei sind die Ohren nicht nur für die Aufnahme von Schall zuständig, sondern beinhalten auch das wichtige Gleichgewichtsorgan.

Um Geräusche nicht nur hören, sondern auch orten zu können, braucht der Mensch genau jene zwei Ohren, die uns die Natur mitgegeben hat. Warum wirst Du Dich fragen? Unser Kopf, also der eines erwachsenen Menschen ist ca. 20 Zentimeter breit. Schall wird in der Luft mit einer Geschwindigkeit von rund 330 Metern pro Sekunde übertragen. Darum gibt es einen winzigen Zeitunterschied (ca. 1/1650 Sekunde) zwischen dem Moment, in dem die Geräusche erst an dem einen und dann an dem anderen Ohr eintreffen (sogenannte Schallschatten des Kopfes). Diesen Zeitunterschied nimmt das Gehirn wahr. Es bestimmt daraus die Richtung, aus der ein Geräusch kommt – abhängig von seiner Lautstärke und dem Zeitpunkt des Eintreffens an den Ohren.

Der Aufbau des menschlichen Ohr

Man unterscheidet drei Ohrbereiche: das äußere Ohr, das Mittelohr und das Innenohr. Das äußere Ohr fängt Schallwellen auf, das Mittelohr verstärkt sie, und das Innenohr wandelt sie in elektrische Impulse um, die ans Gehirn gesendet werden.

Die Ohrmuschel gehört zum äußeren Ohr. Sie fängt wie ein Trichter Schallwellen auf und leitet sie über den Gehörgang zum Trommelfell weiter. Der Gehörgang ist etwa 2 bis 2,5 cm lang und hat einen Durchmesser von etwas sieben Millimetern.

Aufbau Ohr
  1. Bogengänge des Gleichgewichtsorgans
  2. Knöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel)
  3. Hörnerv
  4. Ohrmuschel
  5. Gehörgang
  6. Trommelfell
  7. Hörschnecke
  8. Ohrtrompete mit Verbindung zum Rachenraum

Das Trommelfell ist nur ca. 0,1 Millimeter dick, etwa zehn Millimeter hoch und neun Millimeter breit. Es schließt das äußere Ohr ab und verhindert, dass Schmutz und Bakterien ins Mittelohr gelangen können.

Schallwellen und Trommelfell

Die aufgefangenen Schallwellen versetzen das Trommelfell in Schwingungen. Ist es verletzt, kann man deshalb schlechter hören. Meist heilt das Trommelfell von selbst. Bei größeren Verletzungen oder bei ständigen Entzündungen im Mittelohr hinter dem Trommelfell muss der Ohrenarzt helfen. er kann mit einer kleinen Operation ein Trommelfell „flicken“ oder ein Röhrchen einsetzen, damit eine Entzündung im Mittelohr besser abheilen kann (Paukenröhrchen). Das wird bei Kindern relativ häufig gemacht.

Damit die Schallwellen den Gehörgang ungehindert passieren können, muss er sauber bleiben. Dafür sorgt das Ohr selbst. Zum einen transportieren kleine Haare im Gehörgang Schmutz ab. Zum anderen produzieren die Ohrenschmalzdrüsen Ohrenschmalz, das Staub und andere Schmutzpartikel verklebt und bindet. Die Ohrenschmalzkügelchen fallen häufig unbemerkt mit dem Schmutz heraus.

Wenn Ohrenschmalz das Hören verhindert oder erschwert, was tun wir dann am besten. Welche „Putzmittel“ Du verwenden kannst erfährst Du auf unseren Seiten oder auch in diesem Video.


Zwischen dem Außenohr und dem Innenohr liegt das Mittelohr. Es besteht aus der Paukenhöhle, in der sich drei Gehörknöchelchen befinden.

Ohren nicht innen reinigen

Wattestäbchen, oft auch Ohrenstäbchen genannt, sollte man nicht in das Ohr stecken. Erstens kann man mit dem Stäbchen das Trommelfell erreichen und verletzen. Und außerdem wird – wie bei einem Stampfer – das Ohrenschmalz am Gehörgang oder am Trommelfell festgedrückt. Das führt dazu, dass der Gang verstopft und das Trommelfell nicht mehr frei schwingen kann. Ein HNO-Arzt kann im Einzelfall helfen.

Die Gehörknöchelchen übertragen die Schwingung des Trommelfells auf ein kleines „Fenster“, das an der Grenze zum Innenohr liegt. Sie heißen Hammer, Amboss undSteigbügel. Es handelt sich dabei um die kleinsten Knochen im menschlichen Körper: Hammer und Amboss sind ca. 25 Milligramm schwer, der Steigbügel wiegt etwa 2,5 Milligramm. Hammer und Amboss sind etwa so groß wie ein Streichholzkopf, und der Steigbügel entspricht einem Stecknadelkopf. Der Hammer überträgt die Schwingungen des Trommelfells auf den Amboss, der sie dann an den Steigbügel weitergibt.

Wenn es einem schwindelt

Durch schnelles Drehen und plötzliches Anhalten des Körpers (wie z.B. bei einer Fahrt im Karussell) wird die Flüssigkeit in den Bogengängen des Innenohrs derart in Bewegung gebracht, dass sie sich noch fur eine kurze Zeit bewegt, auch wenn der Körper schon wieder steht. Die Härchen folgen der Flüssigkeit und übermitteln dem Gehirn falsche Informationen. Das Gehirn reagiert darauf und bringt den Körper durch entsprechende Befehle aus dem Gleichgewicht. Das Ergebnis ist ein harmloser Schwindel, der nach einigen Sekunden bis Minuten wieder vorbei ist.

Doch Schwindel kann auch ohne Fahrt im Karussell auftreten und dann krankhaft sein. Die zahlreichen möglichen Ursachen von krankhaftem Schwindel müssen in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden. Besonders bei älteren Menschen: Sie sind durch Schwindelgefühle stark beeinträchtig, weil sie leicht stürzen können.

Steigbügel und Gleichgewicht

Der Steigbügel bewegt sich im ovalen Fenster des Innenohrs und überträgt so die Schwingungen des Schalls auf die Flüssigkeit in der Hörschnecke . Die drei Knöchelchen sind mit Bändern in der Paukenhöhle befestigt.

Die eigentliche Umsetzung der Schallwellen in elektrische Impulse findet im Innenohr statt. Das Innenohr besteht aus einer knöchernen, spiralförmigen Hörschnecke. In der es drei Gänge gibt, die mit Flüssigkeit gefüllt sind und außerdem feine Haarzellen enthalten. Durch die Schwingungen des Steigbügels wird die Flüssigkeit in Schwingungen versetzt und die Haarzellen entsprechend verbogen. In den Haarzellen entstehen dadurch elektrische Impulse, die über die Nervenfasern ins Gehirn gelangen. Je nachdem, dan welcher Stelle und wie intensiv die Haarzellen verbogen werden, entsteht durch die Verarbeitung im Gehirn schließlich ein Ton.

Die Haarzellen können sich nicht oder nur in geringen Grenzen regenerieren. Je nachdem, wo in der Hörschnecke sie überreizt oder defekt sind, können wir bestimmte Tonfrequenzen nicht mehr hören. Deshalb ist es wichtig, sie zu schonen. Eine zu hohe Lautstärke kann sie schädigen.

Das Gleichgewichtsorgan (Labyrinth) liegt ebenfalls im Innenohr, gleich neben der Hörschnecke. Es besteht aus drei Bogengängen, die in drei unterschiedliche Richtungen ausgerichtet sind. In den Bogengängen, die zusammen aussehen wie eine dreidimensionale Brezel, befindet sich eine Flüssigkeit, die Endolymphe. Man kann sich das Ganze wie eine eingebaute Wasserwaage vorstellen.

Die Härchen der Sinneszellen in den Bogengängen werden durch die Endolymphe ausgerichtet, die wegen der Schwerkraft immer nach unten fließt. Dadurch entstehen wie beim Innenohr Impulse, die über Nerven ans Gehirn geleitet werden. Zusammen mit den Daten aus den kleinen „Messinstrumenten“, die z.B. in der Rücken- und Halsmuskulatur, an den Wirbelgelenken und an den großen Gelenken liegen, ermittelt das Gehirn die Lage des Körpers im Raum und gibt den Muskeln entsprechende Befehle, um den Körper aufrecht zu halten. Auch die Augen, die Haut und z.B. die Fußsohlen sind in diese Gleichgewichtssystem integriert.

Eine wesentliche Beeinträchtigung einer dieser Komponenten kann zu einer starken Beeinflussung des Gleichgewichtssinns führen. Beispielsweise kann der Gefühlsverlust in den Füßen (Polyneuropahtie) bei einem langjährigen Diabetes mellitus dazu führen, dass die Betroffenen über den „Verlust der Bodenhaftung“ berichten.
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