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Ohrenschmalzdrüsen – Schutz für das Ohr

Der menschliche Organismus ist ein Wunderwerk und hat im Laufe der Evolution verschiedene Schutzmechanismen entwickelt, die den Menschen vor Erkrankungen schützen können. Einer dieser Mechanismen sind die Ohrenschmalzdrüsen, die für die Sauberkeit der menschlichen Hörorgane sorgen und den Menschen zusätzlich vor Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren bewahren. Eine der frühesten Promotionsarbeiten zum Thema dieser Drüsen verfasste 1884 der berühmte Psychiater und Neuropathologe Alois Alzheimer an der Universität Würzburg.

Wo befinden sich die Ohrenschmalzdrüsen?

Die Ohrenschmalzdrüsen liegen im äußeren Gehörgang zwischen dem Ohrenknorpel und dem Trommelfell. Sie werden auch als „Glandulae ceruminosae“ bezeichnet. Bei diesen Ohrenschmalzdrüsen handelt es sich um leicht veränderte Schweißdrüsen (apokrine, tubuläre Knäueldrüsen). Sie bilden das Ohrenschmalz (Cerumen), welches verschiedene Funktionen im Ohr übernimmt. Die Entwicklung dieser wichtigen Drüsen ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass alle Säugetiere und damit auch der Mensch in früheren Zeiten auf optimal funktionierende Sinnesorgane, also auch auf ein gutes Gehör angewiesen waren, um in ihrer oft feindlichen Umgebung zu überleben. Deshalb hat die Evolution durch die Entwicklung der Ohrenschmalzdrüsen dafür gesorgt, dass eine möglichst gute Hörfähigkeit erhalten bleibt und störende Stoffe beseitigt werden.

Welche Funktionen haben die Ohrenschmalzdrüsen?

Die Drüsen sondern ein fettiges, bitter schmeckendes Sekret von bräunlich-gelber Farbe ab, welches einerseits den Gehörgang befeuchten soll und andererseits Verunreinigungen und Fremdkörper an sich binden kann. So gelangen z. B. Insekten nicht tiefer ins Ohr, sondern werden festgehalten. Eine weitere Eigenschaft der Absonderung der Ohrenschmalzdrüsen besteht darin, dass es Bakterien und Viren bekämpft und so den Menschen beispielsweise vor Ohrenentzündungen oder ähnlichen Erkrankungen bewahren kann. Die Ohrenschmalzdrüsen sorgen mit ihrem Sekret dafür, dass das Innenohr ständig mit einem leichten Säureschutzmantel überzogen ist, was zur Abwehr von Krankheitserregern dient.

Veränderung der Ohrenschmalzdrüsen

Die Drüsen verändern sich im Verlauf des Lebens und können mit fortschreitendem Alter kleiner werden. Die Folge ist weniger Ohrenschmalz, der schneller trocken wird und seine Transportfunktion nach außen nur noch eingeschränkt wahrnehmen kann. Dadurch kann sich die so wichtige Selbstreinigungsfunktion immer stärker vermindern. Zudem kann es häufiger zur Entzündung der Ohrenschmalzdrüsen kommen, in deren Folge sich Pfropfen bilden, die Sie entfernen sollten. Hier helfen Ohrenspray oder Ohrentropfen. Ältere Menschen sollten aus diesen gründen regelmäßig zum HNO-Arzt gehen und ihre Ohren untersuchen lassen. Auf diese Weise können die oft schmerzhaften Entzündungen der Ohrenschmalzdrüsen verhindert werden. Auch mit Kindern, die öfter unter starken Ohrenschmerzen leiden, sollten Sie den HNO-Arzt in regelmäßigen Abständen konsultieren. Mit Ohren-Entzündungen ist nicht zu scherzen, da sie gerade für Kinder extrem schmerzhaft sein und in schweren Fällen durchaus auch zum Tode führen können.

Tipp: Ohrentropfen verwenden

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Schmerzlindernde, entzündungshemmende Ohrentropfen.Otalgan wird angewendet: Zur örtlichen symptomatischen Behandlung von Schmerzen am äußeren Gehörgang, d.h. bei äußeren Ohrenentzündungensowie bei akuter Mittelohrentzündung. Die Anwendung darf nur bei unverletztem Trommelfell erfolgen.
Anwendungsgebiete: Schmerzhafte, akut entzündliche Erkrankungen des Mittelohres ohne Beeinträchtigung des Trommelfells (z.B. Entzündung des äußeren oder mittleren Gehörganges, Ohrfurunkel). Schmerzen im Bereich des Ohres (Otalgien).

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Was tut man bei einer Entzündung der Ohrenschmalzdrüsen?

Bei einer schwachen Entzündung der Ohrenschmalzdrüsen solltest Du zunächst versuchen, das Ohr nach dem Duschen mit einem leicht feuchten Tuch oder Lappen zu reinigen. Die Wärme des Wassers hat das Ohrenschmalz vermutlich etwas aufgeweicht, sodass es sich relativ leicht entfernen lässt.

Haben sich die Drüsen so stark entzündet, dass sich hartnäckige Pfropfen gebildet haben, ist der Besuch beim HNO-Arzt sinnvoll. Er kann mithilfe einer Ohrspülung den Gehörgang freimachen und die Hörfähigkeit wieder herstellen. Diese ist nämlich bei einer starken Entzündung und Pfropfenbildung stark eingeschränkt.

Entwickeln sich bei Dir häufiger Entzündungen der Ohrenschmalzdrüsen, kannst Du diese durch die Anwendung von Ohrentropfen entgegenwirken. Da solche Tropfen meist eine sehr starke Wirkung entfalten, sind sie nur in der Apotheke erhältlich und sollten ausschließlich nach den Empfehlungen des jeweiligen Herstellers verwendet werden.

Ganz allgemein solltest Du die Ohren vor Kälte und Wind schützen, da auch diese beiden Faktoren mitunter zu Entzündungen an den Ohrenschmalzdrüsen führen können.

Wie beugt man einer Entzündung der Ohrenschmalzdrüsen vor?

Die beste Methode, um die Drüsen vor einer Entzündung zu schützen, besteht darin, beim Reinigen der Ohren besonders vorsichtig zu sein. Entzündungen entstehen, wenn es im Gehörgang durch unsachgemäßes Vorgehen zu kleinsten Verletzungen der Haut kommt. Durch diese Verletzungen können Krankheitserreger eindringen und die Entzündungen hervorrufen.

Auch ein zu häufiges Putzen der Ohren und das ständige entfernen von Ohrenschmalz kann zu Erkrankungen führen. Immerhin ist das Sekret ein wichtiger Schutzfilm im Gehörgang und eine zu exzessive Entfernung kann sich negativ auswirken, weil vermehrt Schmutz und Bakterien im Ohr verbleiben, sich ausbreiten und die Ohrenschmalzdrüsen verstopfen können.

Gerade Kinder dürfen ruhig einmal schmutzige Ohren haben und man sollte sie nicht über Gebühr sauber halten, weil dies die Gefahr von Ohrenentzündungen deutlich erhöhen kann.

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